Wasserstrahlschneiden

Grundsätzlich gibt es zwei Arten des Schneidens, mit Reinwasser oder mit Abrasivmittel. Beim Schneiden mit Reinwasser wird der statische Druck des Wasserstrahls und auch die erosive Wirkung der Wassertropfen benutzt, um Material abzutragen. Beim Schneiden mit Abrasivmittel werden dem dünnen Wasserstrahl mittels Injektor Feststoffpartikel zugeführt. Der statische Druck des Wasser beschleunigt die Partikel, welche am Werkstoff eine Mikrozerspanung bewirken.

Der Strahldurchmesser misst zwischen 0.08 und 0.33 mm. Der strahlerzeugende Druck beträgt bis zu 400 MPa. (4000 bar). Damit lassen sich mit Reinwasser Materialien bis zu 300mm Dicke schneiden.

Beim abrasiven Schneiden variiert der Durchmesser des Fokussierrohres zwischen 0.6 und 1 mm. Meist werden scharfkantige mineralische Stoffe wie Granatsand oder Olivin eingesetzt. Die Korngrössen betragen zwischen 0.1 und 0.3 mm. Damit lassen sich viele Materialien bis Dicken von 250mm schneiden.

Die Schnittqualität hängt stark von der Fahrgeschwindigkeit ab. Bei weichen Materialien kann bis 1.2 Meter pro Minute gefahren werden. Einen Millimeter dickes Aluminiumblech lässt sich meist mit 0.1 bis 0.2 Meter pro Minute sauber schneiden.